Guten Tag. Mein Name ist Gábor Szabó, ich bin 45 Jahre alt, lebe in Szeged im Süden Ungarns und beschäftige mich seit achtzehn Jahren mit Finanzbuchhaltung. Da diese Plattform das Du vorsieht, halte ich mich daran, auch wenn es mir beim Schreiben ehrlich gesagt ein wenig ungewohnt von der Hand geht. Sieh es mir nach, wenn der Ton dadurch stellenweise etwas steif bleibt. Gemeint ist es freundlich.
Meine Ausbildung ist ein Diplom in Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Rechnungswesen. Die ersten Jahre habe ich in der Buchhaltung eines Betriebes verbracht, der Verpackungen für die Lebensmittelindustrie hergestellt hat, anschließend war ich zehn Jahre lang Leiter einer kleinen Abteilung mit vier Mitarbeiterinnen bei einem Zulieferer der Automobilbranche, dessen Berichtswesen vollständig nach deutschen Vorgaben geführt wurde. Seit reichlich zwei Jahren arbeite ich auf eigene Rechnung, weil mir die Arbeit an den Zahlen selbst näher lag als die Führung von Personal.
Womit ich dich unterstützen kann, ist im Kern die laufende Finanzbuchhaltung und alles, was zum Monats- und Jahresabschluss gehört. Ich buche Debitoren und Kreditoren, führe die Anlagenbuchhaltung einschließlich der planmäßigen Abschreibungen und der Anlagenzugänge, erstelle die Umsatzsteuervoranmeldung und kümmere mich um die zusammenfassende Meldung, sofern du innergemeinschaftliche Lieferungen hast. Abgrenzungen, Rückstellungen, die Abstimmung der Konten und die Vorbereitung der Unterlagen für deinen Steuerberater gehören ebenso dazu. Wenn du es wünschst, erstelle ich dir zusätzlich eine monatliche Auswertung, die über die übliche hinausgeht, also etwa eine Gegenüberstellung von Plan und Ist oder eine einfache Liquiditätsvorschau über die kommenden drei Monate.
Mein hauptsächliches Werkzeug ist DATEV, mit dem ich seit vierzehn Jahren arbeite, sowohl im Rechnungswesen als auch mit Unternehmen online und dem Belegtransfer. Daneben habe ich mehrere Jahre in SAP gebucht, im Modul Finanzwesen, und kenne die Eigenheiten der dortigen Belegsteuerung gut genug, um mich in einem bestehenden Mandat zurechtzufinden. Mit Excel arbeite ich täglich und gründlich, Verknüpfungen über mehrere Mappen, Pivot-Auswertungen und saubere Abstimmbrücken sind für mich selbstverständlich. Power BI habe ich mir in den vergangenen zwei Jahren angeeignet; ich würde mich dort als ordentlich, aber nicht als Fachmann bezeichnen.
Meine Arbeitsweise ist, ich gebe es zu, altmodisch. Ich arbeite ruhig, ich arbeite gründlich, und ich arbeite lieber einmal richtig als zweimal schnell. Bevor ich mit einem neuen Mandat beginne, nehme ich mir zwei bis drei Tage Zeit, um die vorhandenen Konten und die Kontierungsgewohnheiten des Hauses zu verstehen, und ich schreibe mir dabei eine Art Handbuch für dieses eine Mandat, in dem festgehalten ist, wie wiederkehrende Sachverhalte zu behandeln sind. Das erspart dir später Rückfragen und mir, dieselbe Überlegung dreimal anzustellen. Jede Buchung, bei der ich mir nicht sicher bin, kennzeichne ich und lege sie dir oder deinem Berater vor, statt nach Gefühl zu entscheiden. Erfahrungsgemäß sind das in den ersten beiden Monaten vielleicht fünfzehn bis zwanzig Fälle, danach fast keine mehr.
Nun ein Absatz, der hier eigentlich nicht hingehört, aber ich schreibe ihn trotzdem, weil er mir am Herzen liegt. Mich ärgert, wie oft die Buchhaltung in kleinen Betrieben als reine Ablage behandelt wird, als lästige Pflicht gegenüber dem Finanzamt, die man möglichst weit nach hinten schiebt. Dabei ist sie die einzige Stelle im Haus, an der wirklich sichtbar wird, ob das Geschäft trägt. Ich habe erlebt, wie ein Betrieb zwei Jahre lang an einem Produktbereich festgehalten hat, der bei ordentlicher Kostenzurechnung nie einen Euro verdient hat, und niemand wusste es, weil die Zahlen immer erst neun Monate später kamen. Als wir es endlich aufgeschlüsselt hatten, fiel die Entscheidung binnen einer Woche. Wer seine Zahlen zeitnah bekommt, entscheidet besser, und wer sie erst im Oktober für das Vorjahr sieht, entscheidet im Nebel. Das ist für mich kein Nebenaspekt meiner Arbeit, sondern ihr eigentlicher Zweck.
Was ich nicht übernehme, will ich ebenso klar sagen: Lohn- und Gehaltsabrechnung mache ich nicht, dafür fehlt mir die tägliche Übung im deutschen Sozialversicherungsrecht. Steuerliche Beratung darf und will ich nicht erbringen; ich bereite vor, dein Berater entscheidet. Mahnwesen führe ich bis zur letzten schriftlichen Erinnerung, das gerichtliche Verfahren ist dann nicht mehr meine Sache.
Zur Sprache: Ungarisch ist meine Muttersprache. Deutsch habe ich ab dem Gymnasium gelernt, das ganze Studium über weitergeführt und danach über viele Jahre täglich im Beruf gebraucht, weil die gesamte Berichterstattung an das Mutterhaus in deutscher Sprache lief. Ich lese und schreibe es sicher, auch in der Fachsprache des Rechnungswesens, und ich telefoniere ohne Umstände. Englisch reicht für den Schriftverkehr.
Ich habe wöchentlich zwanzig Stunden zur Verfügung, vorzugsweise an drei Vormittagen, und kann zum Monatswechsel flexibler sein, weil dort die Abschlussarbeiten anfallen. Mein Honorar beträgt 25 Euro je Stunde, abgerechnet nach Aufwand mit ausführlichem Nachweis. Beginnen könnte ich Anfang des kommenden Monats.
Wenn dir das zusagt, schreib mir hier auf der Plattform gern einige Zeilen zu deinem Betrieb. Ich melde mich innerhalb eines Werktages zurück.
Die Stufe ist die Selbsteinschätzung. Ist sie von remowo geprüft, steht das Ergebnis unseres Gesprächs dabei.